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Meldungsdetail

Die NVV-Mobilfalt.

NVV startet neues Pilotprojekt Mobilfalt im April 2013

Starthelfer beginnen jetzt mit Aktivitäten

Die Entwicklung des bisher bundesweit einmaligen Pilotprojekts Mobilfalt des Nordhessischen Verkehrsverbundes, bei dem private Fahrten mit dem PKW Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs und des Tarif- und Fahrplangefüges des NVV werden sollen, geht in die heiße Phase.

Nachdem bereits über 20 Starthelfer aus Sontra /  Nentershausen / Herleshausen und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis durch den Verbund angeworben wurden, die Buchungssoftware ihren erste Härtetest an der Universität Kassel überstanden hat, beginnt jetzt die Feinarbeit für das vielschichtige und umfangreiche Projekt.

Dabei steht vor allem im Vordergrund, dass den Nutzern und Anbietern von privaten Fahrten innerhalb des Fahrplanes des NVV, ein einfaches, komfortables und zuverlässiges System geboten wird. Daran arbeiten zurzeit alle Partner. Jetzt gilt es, die Privatfahrten in die Fahrplanauskunft des NVV zu integrieren, die Software zur Buchung der Fahrten anhand der Pre-Tests zu verbessern und eine Reihe von technischen Vorgängen so zu bewältigen, dass interessierte Kunden reibungslos ihre Fahrten anmelden und nutzen können.

Dazu gehört auch, dass die Starthelfer Ihre Arbeit aufnehmen, durch den NVV geschult werden, um dann für das Projekt aktiv zu werben, es zu erklären und so zu unterstützen, dass Freunde, Nachbarn oder Bekannte sich für Mobilfalt begeistern und selbst Anbieter oder Nutzer werden. Dabei setzt der NVV auf ehrenamtliches Engagement, damit durch die Unterstützer im Rahmen von Gesprächen, Diskussionen, Auskünften, Nachbarschaftshilfe sowie konkreten Tipps interessierte Personen in die Lage versetzt werden, Mobilfalt zu nutzen.

Darüber hinaus arbeitet der NVV gemeinsam mit der Stadt Eschwege und dem Werra-Meißner-Kreis daran, das Kundenzentrum in Eschwege als Mobilitätszentrale für das Projekt zu nutzen. Dafür wird dort ein entsprechender Arbeitsplatz mit Beratungsmöglichkeiten eingerichtet.

Schon die Vorarbeiten des Nordhessischen Verkehrsverbunds und seiner Partner aus den Nahverkehrsgesellschaften der Landkreise Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg hat das Land Hessen mit 180 000 Euro zur Hälfte finanziert. Die Umsetzung ist Teil des Modellversuchs „ÖPNV im ländlichen Raum“, den das Land bis 2014 mit einer Million Euro finanziert.

Für den Geschäftsführer des NVV, Wolfgang Dippel, ist vielfältige Mobilität der richtige Weg: „Wir müssen Antworten auf die demografische Entwicklung geben, ohne den ländlichen Raum von der Mobilität abzuhängen. Dabei wird uns das Projekt Mobilfalt helfen, denn es ist flexibel, verlässlich und bezahlbar. Alle Verkehrsträger miteinander zu vernetzen, ist die richtige Antwort für die Zukunft!“

Nach Einschätzung des NVV werden im Frühjahr 2013 sämtliche Aktivitäten dazu abgeschlossen sein, so dass in den Pilotgemeinden ab April 2013 gestartet werden kann. Ursprünglich war der NVV davon ausgegangen, bereits im Herbst dieses Jahres mit dem Projekt zu beginnen.

Hintergrundinformation zu Mobilfalt


Der neu geschaffene Begriff Mobilfalt setzt sich aus Mobilität und Vielfalt zusammen. Kern der Überlegungen des neuen Projektes „Mobilfalt“ ist die Verknüpfung des Individualverkehrs mit allem, was bisher in den Fahrplänen des NVV zu finden ist, egal ob Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Bus, Tram, RegioTram oder Zug. Die bisherigen fahrplangebundenen und bedarfsgesteuerten Systeme sollen im vorhandenen NVV-Tarifsystem um Fahrten im Auto oder Taxi ergänzt werden. Jeder, der möchte, kann seine regelmäßigen oder unregelmäßigen privaten Autofahrten im Rahmen des neuen Konzeptes anderen anbieten und erhält dafür eine festgelegte Kostenerstattung.

Dabei soll die die Erstattung für den Fahrtenanbieter bei 30 Cent pro Kilometer liegen. Der Preis pro Fahrt für den Fahrgast ist bisher in der Pilotphase mit einem Euro kalkuliert. Eine Internet-Plattform integriert angebotene und nachgefragte Fahrten in die Fahrpläne. Abgerechnet wird über den NVV, der die Einnahmen verteilt, gebucht wird über Internet, Telefon bzw. über Mobilitätszentralen.

Das innovative Nahverkehrskonzept wird zunächst in drei Pilotregionen getestet: Sontra/ Nentershausen/ Herleshausen (als Zweckverband Interkommunaler Zusammenarbeit) und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis.