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Meldungsdetail

Die NVV-Mobilfalt.

NVV sucht ab Mai 2012 Tester für Mobil

32 Versuchspersonen testen Buchungsprogramm für die Piloträume

Das neue Mobilitätsprojekt des NVV, Mobilfalt, bei dem private Fahrten mit dem PKW Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehr und ins Tarif- und Fahrplangefüge des NVV sind soll von Anfang an gut funktionieren. Daher sucht der Verkehrsverbund interessierte Versuchspersonen, die Zeit und Lust haben, einen wesentlichen Baustein des gesamten Systems zu testen bevor es in diesem Herbst an den Start gehen wird.

Die Buchungssoftware, die für das Projekt ein zentraler Bestandteil des vollautomatischen Ablaufes ist, um eine Fahr zu nutzen oder auch anzubieten, soll vor der echten Nutzung alle Kinderkrankheiten ausgestanden haben. Dafür werden ab 21. Mai 2012 35 Versuchspersonen gesucht, die aus Sontra/ Nentershausen/Herleshausen (als Zweckverband Interkommunaler Zusammenarbeit) und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis stammen.

Die Tests werden unter wissenschaftlicher Begleitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer des Institutes für Verkehrswesen der Universität Kassel durchgeführt und finden in zwei Phasen im Mai und Juli statt, bei denen der Anmelde- und Buchungsprozess in dem Programm überprüft wird. Danach werden die Ergebnisse aus den Erfahrungen der Testpersonen ausgewertet und das Programm eventuell verändert.

Um eine möglichst realistische Situation für die Prüfung des Programms zu haben, sind Vorkenntnisse im Umgang mit Anmeldeprozeduren nicht notwendig. Der NVV sucht sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene und erfahrene Anwender ab 18 Jahren.

Die Tests werden unter Anleitung an vier Terminen mit einer Dauer von ca. einer Stunde an der Universität Kassel durchgeführt. Die Versuchspersonen erhalten eine einmalige Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 € plus Fahrtkosten. Wer an dem Projekt Interesse hat kann sich bis zum 14. Mai 2012 unter info@nvv.de oder telefonisch über 0561 70949-10 beim Nordhessischen VerkehrsVerbund anmelden und erhält dann die weiteren Informationen zum Ablauf des Verfahrens.

Hintergrund zum NVV- Projekt Mobilfalt

Der neu geschaffene Begriff Mobilfalt setzt sich aus Mobilität und Vielfalt zusammen. Kern der Überlegungen des neuen Projektes Mobilfalt ist die Verknüpfung des Individualverkehrs mit allem, was bisher in den Fahrplänen des NVV zu finden ist, egal ob Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Bus, Tram, RegioTram oder Zug. Die bisherigen fahrplangebundenen und bedarfsgesteuerten Systeme sollen im vorhandenen NVV-Tarifsystem um Fahrten im Auto oder Taxi ergänzt werden. Jeder, der möchte, kann seine regelmäßigen oder unregelmäßigen privaten Autofahrten im Rahmen des neuen Konzeptes anderen anbieten und erhält dafür eine festgelegte Kostenerstattung.

Dabei soll die die Erstattung für den Fahrtenanbieter bei 30 Cent pro Kilometer liegen. Der Preis pro Fahrt für den Fahrgast ist bisher in der Pilotphase mit einem Euro kalkuliert. Eine Internet-Plattform integriert angebotene und nachgefragte Fahrten in die Fahrpläne. Abgerechnet wird über den NVV, der die Einnahmen verteilt, gebucht wird über Internet, Telefon bzw. über Mobilitätszentralen. In dem gesamten Prozess waren komplizierte rechtliche und versicherungstechnische Fragen zu klären.

Das innovative Nahverkehrskonzept wird zunächst in drei Pilotregionen getestet: Sontra/ Nentershausen/Herleshausen (als Zweckverband Interkommunaler Zusammenarbeit) und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis. Auf Grundlage der dort gesammelten Erfahrungen soll im Herbst 2012 ein Modellprojekt beginnen.

Langfristig verfolgt der NVV mit dem Projekt Mobilfalt das Ziel, ein flexibles Angebot für die Bürgerinnen und Bürger mit den neuen Vorteilen für die Mobilitätsanbieter zu verbinden. Durch eine registrierte Teilnahme, mit der eine Reihe von Leistungsmerkmalen verbunden ist, soll das gelingen und Mobilität in der ländlichen Region nachhaltig sichern.

Die Vorarbeiten des Nordhessischen Verkehrsverbunds und seiner Partner aus den Nahverkehrsgesellschaften der Landkreise Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg hat das Land Hessen mit 180 000 Euro zur Hälfte finanziert. Die Umsetzung ist Teil des Modellversuchs „ÖPNV im ländlichen Raum“, den das Land Hessen bis 2014 mit einer Million Euro unterstützt.