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Meldungsdetail

Die NVV-Mobilfalt.

NVV sucht ab August 2012 Starthelfer für Mobilfalt-Projekt

Unterstützer bringen innovatives Mobilitätsangebot im Werra-Meißner- und Schwalm-Eder-Kreis voran

Das neue Mobilitätsprojekt des NVV, Mobilfalt, bei dem private Fahrten mit dem PKW Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehr und des Tarif- und Fahrplangefüge des NVV sind, soll von Anfang an gut funktionieren. Daher sucht der Verkehrsverbund ab Mitte August interessierte Starthelfer, die Zeit und Lust haben, für das Projekt aktiv zu werben, es zu erklären und so zu unterstützen, dass Freunde, Nachbarn oder Bekannte sich für Mobilfalt begeistern und selbst Anbieter oder Nutzer werden.

Die NVV-Starthelfer sollten aus Sontra/ Nentershausen/Herleshausen und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis stammen, da dort das Projekt Mobilfalt in einer Pilotphase zuerst getestet wird. Dabei setzt der NVV auf ehrenamtliches Engagement, damit durch die Unterstützer im Rahmen von Gesprächen, Diskussionen, Auskünften, Nachbarschaftshilfe sowie konkreten Tipps interessierte Personen in die Lage versetzt werden, Mobilfalt zu nutzen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten für ihre Arbeit als Starthelfer eine entsprechende Schulung sowie eine umfangreiche Ausstattung mit Informationsmaterialien. Vorkenntnisse im Umgang mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sind daher nicht notwendig aber sinnvoll. Der NVV sucht sowohl männliche als auch weibliche Unterstützer ab 18 Jahren. Vorrangig werden interessierte Personen aus den Ortsteilen der jeweiligen Kommunen gesucht.

Ein erstes Treffen findet am 16. Augst 2012 im NVV-Kundenzentrum im Stadtbahnhof Eschwege statt. Dort wird das Projekt Mobilfalt vorgestellt und eine Einführung für die Starthelfer gegeben. Wer Interesse hat und Starthelfer werden möchte, kann sich bis zum 13. August 2012 telefonisch bei der NWM (Nahverkehr Werra-Meißner) über 05651 745715 bei Moritz Müller anmelden und erhält dann die weiteren Informationen zum Ablauf des Verfahrens und dem Starthelfertreffen.

Hintergrund zum NVV- Projekt Mobilfalt
Der neu geschaffene Begriff Mobilfalt setzt sich aus Mobilität und Vielfalt zusammen. Kern der Überlegungen des neuen Projektes Mobilfalt ist die Verknüpfung des Individualverkehrs mit allem, was bisher in den Fahrplänen des NVV zu finden ist, egal ob Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Bus, Tram, RegioTram oder Zug. Die bisherigen fahrplangebundenen und bedarfsgesteuerten Systeme sollen im vorhandenen NVV-Tarifsystem um Fahrten im Auto oder Taxi ergänzt werden. Jeder, der möchte, kann seine regelmäßigen oder unregelmäßigen privaten Autofahrten im Rahmen des neuen Konzeptes anderen anbieten und erhält dafür eine festgelegte Kostenerstattung.

Dabei soll die die Erstattung für den Fahrtenanbieter bei 30 Cent pro Kilometer liegen. Der Preis pro Fahrt für den Fahrgast ist bisher in der Pilotphase mit einem Euro kalkuliert. Eine Internet-Plattform integriert angebotene und nachgefragte Fahrten in die Fahrpläne. Abgerechnet wird über den NVV, der die Einnahmen verteilt, gebucht wird über Internet, Telefon bzw. über Mobilitätszentralen. In dem gesamten Prozess waren komplizierte rechtliche und versicherungstechnische Fragen zu klären.

Das innovative Nahverkehrskonzept wird zunächst in drei Pilotregionen getestet: Sontra/ Nentershausen/Herleshausen (als Zweckverband Interkommunaler Zusammenarbeit) und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis und beginnt voraussichtlich im Herbst 2012 als Modellprojekt.

Langfristig verfolgt der NVV mit dem Projekt Mobilfalt das Ziel, ein flexibles Angebot für die Bürgerinnen und Bürger mit den neuen Vorteilen für die Mobilitätsanbieter zu verbinden. Durch eine registrierte Teilnahme, mit der eine Reihe von Leistungsmerkmalen verbunden ist, soll das gelingen und Mobilität in der ländlichen Region nachhaltig sichern.

Die Vorarbeiten des Nordhessischen Verkehrsverbunds und seiner Partner aus den Nahverkehrsgesellschaften der Landkreise Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg hat das Land Hessen mit 180 000 Euro zur Hälfte finanziert. Die Umsetzung ist Teil des Modellversuchs „ÖPNV im ländlichen Raum“, den das Land Hessen bis 2014 mit einer Million Euro unterstützt.